„Die Wiederverwendung gebrauchter Kleidung schafft Arbeitsplätze, fördert Entwicklungshilfeprojekte und schont die Umwelt.“ Das unterstrich Geschäftsführer Kâre Dahne bei einem Besuch der Bundestagskandidatin der LINKEN für den Wahlkreis 59, Kerstin Kühn, bei der HUMANA Kleidersammlung GmbH in Hoppegarten Mitte August.

Vor Ort informierte sie sich, wie die in Hunderten Containern zusammengetragenen Kleidungsstücke sortiert und für den Versand vorbereitet werden zu Abnehmern in Deutschland, Osteuropa, Afrika und Asien.

Kerstin Kühn bei HUMANA

Ein Sack Altkleider schaffe mehr Klimaschutz als ein Baum, weil Umweltbelastungen für die Herstellung neuer Kleidung entfielen, erklärte Dahne. Die Einnahmen werden in armen Ländern verwendet wie Mosambik, Angola und Simbabwe für Entwicklungsprojekte: Kinderhilfen, Schulen, Lehrerausbildung, Unterstützung von Kleinbauern, Arbeit gegen HIV/AIDS zum Beispiel.

Das Unternehmen, das seit 1988 bundesweit gebrauchte Kleider und Schuhe sammelt, ist in Hoppegarten seit 2009 ansässig und beschäftigt 50 Mitarbeiter*innrn. Allein in der Gemeinde finden sich 25 Container. Kerstin Kühn verwies auf die Verantwortung der Verbraucher*innen dazu beizutragen, Ressourcen zu schonen und Kleidungsstücken ein zweites Leben zu geben. Der Bundestagskandidatin gab Kâre Dahne mit auf den Weg, dass das vorhandene Kreislaufwirtschaftsgesetz von unnötiger Bürokratie und nicht eindeutigen Formulierungen befreit werden müsse.