Am dritten Tag ihrer Sozialtour waren Abgeordnete unserer Landtagsfraktion im Barnim unterwegs. Kerstin Kühn, LINKE Direktkandidatin für den Wahlkreis 59 (Landkreis Märkisch-Oderland und südlicher Barnim) schloss sich ihnen an. Drei Stationen standen auf dem Terminplan, drei ganz unterschiedliche Erfahrungen waren das Ergebnis:

10 Uhr:  300 Euro für den Kauf eines Kaffeeautomaten spendete die Linksfraktion im Brandenburger Landtag aus ihrem Sozialfonds für die Bernauer Tafel. Die Landtagsabgeordneten Diana Bader, Dr. Andreas Bernig und Bettina Fortunato überbrachten den Spendenscheck der Fraktion. Sie informierten sich gleichzeitig beim Gründer und Vorsitzenden Norbert Weich über die Situation. Immer häufiger sind ältere Menschen auf die günstigen Lebensmittel der Tafel angewiesen. Sieben Standorte im Barnim und eine Ausgabestelle in Bad Freienwalde versorgen derzeit Bedürftige. Der Kaffeeautomat ist für die neue Begegnungsstätte am Tafel-Standort Bernau vorgesehen.

Bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für Alten- und Behindertenpflege mbH Bernau (GGAB)

11.30 Uhr:  Über die Auswirkungen der drei Pflegestärkungsgesetze informierten die Gemeinnützige Gesellschaft für Alten- und Behindertenpflege mbH Bernau (GGAB). In Bernau betreibt die GGAB zwei Pflegeeinrichtungen. Im Vordergrund stand die Fachkräftesituation und die neuen Pflegegrade. Weitere Gesprächspunkte waren die generalistische Pflegeausbildung, die Altenpflegehilfe-Ausbildung, die Fachkräftesicherung und die Frage, wie das Konzept „Gute Arbeit“ in der Pflege umgesetzt werden kann

Rundgang bei der Kristallkinder-Intensivpflege

14 Uhr:  Die Kristallkinder Intensivpflege hat sich auf die intensivpflegerische Versorgung chronisch kranker und mehrfach behindeter Kinder spezialisiert. Die Einrichtung ist deutschlandweit einzigartig. Davon überzeugten die Landtagsabgeordneten und Kerstin Kühn sich beim Besuch in Petershagen. Die beiden Gründerinnen Stefanie Rogall und Ulrike Oberthür waren 2016 mit dem Existenzgründerinnenpreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden. Nach wie vor ist die finanzielle Situation nicht einfach, da das Angebot nicht in das Schubladendenken des Gesundheitssystems passt. Streitpunkt mit den Krankenkasse ist der Status der Einrichtung, da sowohl ambulante als auch stationäre Leistungen erbracht werden.

Zum Abschluss des Tages stand ein Gespräch mit Manja Lindner, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, auf dem Plan. Dabei standen die Angebote des Bildungs- und Gesundheitssportvereins im Vordergrund.